Inhaltsverzeichnis
Kulturelle Bildung, Musik und Inklusion
1. Vom Anfängergeist
Hier noch ein Text über Kulturelle Bildung. Und Inklusion. Noch ein Gedanken-Mosaik. Nicht, dass es schon genügend und genügend verschiedene Texte gäbe. Aufsätze, Handbücher. Konzepte, Praxisbeispiele. Politische Aussagen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat eine eigene Förderlinie „Forschungsvorhaben zur kulturellen Bildung“ aufgelegt, die Förderrichtlinien bieten eine gute Übersicht über die behandelten Themenwelten (BMBF 2015, BMBFSFJ 2021). Die Seite kubi-online ist eine generell eine Fundgrube, auch zum Thema Inklusion (kubi online Inklusion), ebenso wie z.B. die Literatur von Max Fuchs (Fuchs 2026)
Wer – wie ich – nicht der Grundlagenforschung, sondern in der Vermittlung, in Lehre und Praxis unterwegs war und ist, stellt aus der Vielzahl von Sichtweisen ein eigenes Gedanken-Mosaik und eine Argumentationskette für Handlungen zusammen. Das mache nicht nur ich, das macht jede und jeder. Die Grundlage für dieses Mosaik ist die UN-Behindertenrechtskonvention und ihr Menschenbild: Ihre Umsetzung führt zu einer Gesellschaft, in der ich leben möchte. Stichworte sind Respekt, Gerechtigkeit, Solidarität, Demokratie. Ein Lächeln inklusive!
Zu meinem Mosaik gehört seit Langem auch das schöne Wort „Anfängergeist“. Den Begriff habe ich über das berühmte Buch „Zen-Geist – Anfängergeist“ von Shunryu Suzuki vor Jahrzehnten kennengelernt, mein Exemplar von 1988 ist schon ganz zerfleddert. Heute finden sich im Netz unzählige Achtsamkeitstrainings, die sich auf den Anfängergeist beziehen. Wenn Sie „Anfängergeist“ googeln, landen Sie sogar bei der Allianz-Versicherung…
Mich jedenfalls erfrischt dieser Begriff immer noch und immer wieder. „Des Anfängers Geist hat viele Möglichkeiten, der des Experten hat nur wenige“ ist ein zentrales Zitat. Der Experte weiß genau, warum etwas nicht geht, der Anfänger sagt „Probieren wir`s mal“. Anfängergeist bedeutet für mich Neugier und lebenslange Erweiterung eigener Positionen, eine entspannte Haltung gegenüber dem eigenen Nichtwissen, Staunen über Großes und Kleines und über die Verschiedenheiten des Lebens und der Kulturen. Dazu gehört auch eine gewisse Freude daran, getrennt Gedachtes zusammenzubringen. Schiller wusste das längst: Die Kraft der Freude bringt zusammen, was der Zeitgeist getrennt betrachtet. Deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt. So kann es auch etwas werden mit der Brüderlichkeit, mit der Schwesterlichkeit, mit der Solidarität… und mit dem Lernen der Kinder und mit der Kulturellen Bildung.
Anfängergeist ist Pioniergeist. Das Kümmern um Menschen mit Beeinträchtigungen ist bei aller gewonnenen Fachlichkeit bis heute immer wieder eine Sache von Anfängergeist. Jede und jeder aus dem Feld weiß, dass es immer Überraschungen gibt und die Dinge anders sind als gedacht. Das war schon immer so.
Was Sie in dem Text nun erwartet: Ein Drei-mal-Drei.
Erst ein Rückblick auf drei der Pionierinnen und Pioniere der (Sonder-) Pädagogik, einer Pädagogik, die auf das Entwicklungspotential von Menschen schaut. Dann drei der vielen Möglichkeiten, auf Mensch und Kultur zu schauen. Und schließlich dreimal Beispiele für Anfängergeist in Sachen Musik und Inklusion. Zur Ermutigung, eigene Wege zu gehen.
2. Dreimal Bildung und Menschen mit Behinderung
Mens sana in corpore sano: Seit der Antike gilt die Vorstellung vom gesunden Geist in einem gesunden Körper und umgekehrt, vom beeinträchtigten Geist in einem beeinträchtigten Körper. Die Pfade hin zur Bildung von Kindern und Erwachsenen mit Beeinträchtigung, waren jahrhundertelang verborgen und verschlungen – aber es gab sie. Mit Renaissance und Aufklärung wurden sie sichtbarer und breiter und begehbarer. Sonst gäbe es heute keine UN-Behindertenrechtskonvention. Und keine Vorstellung von Bildung als Menschenrecht für Alle. Und kein Schlagwort Kultur für Alle (Hoffmann 1979).
Alles begann mit Anfängergeist, mit Pionierinnen und Pionieren. Ihr Einsatz legte den Grundstein für das heutige Wissen um grundsätzliche Bildungsfähigkeit und Bildungnotwendigkeit von Kindern mit Beeinträchtigungen. Unterstützt wurden sie von Mäzeninnen und Mäzenen des Adels und des Bürgertums, von den Kirchen und schließlich von der Politik. Bildung braucht Geld für Unterricht, Gebäude, Stipendien, Ausbildung…
Pionierinnen und Pioniere haben selbst nicht immer glatte Lebensläufe. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Schicksalswege, Zufälle und individuellen Impulse zu einem neuen Zeitgeist und zu gesellschaftlichen Entwicklungen führen.
2.1 Gehörlosenpädagogik
Pedro de Ponce de Leon (1520? – 1584) war einer dieser Pioniere. Viel weiß man nicht über ihn, auch hinter seinem Geburtsjahr steht ein Fragezeichen. Vielleicht war er das außereheliche Kind eines Adeligen. Pedro de Ponce de Leon war Benediktinermönch im spanischen Kloster San Salvador de Oña. Dieses Kloster liegt Nordspanien, etwa 100 Kilometer südlich von Bilbao und 70 km von Burgos entfernt. Im Jahr 1011 beginnt die wechselhafte Geschichte dieses Klosters, einer höchst sehenswerten Anlage, heute ein Kulturzentrum. Pedro Ponce de Leon unterrichtet als pädagogischer Laie gehörlose und schwerhörige Kinder einer Adelsfamilie. Er nutzt das Fingeralphabet, das die Mönche in ihren Schweige- und Fastenphasen in Gebrauch haben und bringt den Kindern Lesen, Schreiben, Rechnen und Sprechen bei. Er selbst schreibt seine Methoden – warum auch immer – gar nicht auf. Das tut dann 1620 Juan Pablo Bonet (1579 – 1633), der das erste bekannte Werk zur Taubstummenpädagogik verfasst, obwohl er selbst gar nicht pädagogisch tätig war.
San Salvador de Oña gilt als der Ausgangsort der Gehörlosenpädagogik für die ganze westliche Welt. Warum der historische Gebäudekomplex San Salvador de Oña mit Kirche und Kloster zwar ein Kulturzentrum, nicht aber längst ein Zentrum der Gehörlosenkultur mit Workshops und Kulturveranstaltungen aus aller Welt ist, kann ich nicht wirklich verstehen. Vielleicht braucht der Ort mal einen Tipp…
2.2 Pädagogik der Geistigbehinderten
Jean Marc Gaspard Itard (1774 – 1838), ist Arzt an einer Klinik für Ohrenheilkunde in Paris. Er interessiert sich für das „wilde Kind“, das um 1800 in einem Wald im Departement Aveyron im Süden Frankreichs aufgegriffen wird und gibt ihm den Namen Victor. Victor hatte offensichtlich jahrelang in der Natur überlebt. Der Psychiater und Experte Philippe Pinel diagnostiziert geistige Behinderung, Itard hält den Zustand des Jungen für die Folge seiner Lebensumstände. Er war von Victors Entwicklungspotential überzeugt und entwirft und erprobt ein System der Wahrnehmungsförderung, das bis heute als Grundlegung der Sonderpädagogik gilt und bis in die Montessori-Pädagogik hineinwirkt. Itards Berichte an den französischen Innenminister sind sehr lebendig und interessant zu lesen, auch wenn die Methoden heute als Dressur und durchaus zu Recht kritisch gesehen werden. Immerhin bereut Itard bitter, Victor auf die Finger geschlagen zu haben, denn von da an reagiert dieser lange mit Angst auf Anforderungen (Malson u.a. 1972).
Betreut und versorgt wird Victor von Itards Haushälterin Madame Guérin. Itard betont immer wieder die Geduld und Wärme, mit der sie Victor versorgt. Gerne wüsste man mehr über Madame Guérin. Nicht einmal ihr Vorname ist bekannt. Sie war verheiratet gewesen, von eigenen Kindern ist nichts bekannt. Ohne sie hätte Itard sein „Experiment“ nicht durchführen können, Victor wäre in einer der damaligen Irrenanstalten untergekommen. Nach 6 Jahren gibt Itard seine Intensivpädagogik auf und Madame Guérin sorgt weiter für Victor. Ihr wird ein kleines Haus in der Nähe der Taubstummenanstalt zur Verfügung gestellt. Bis zu Victors Tod 1828 kümmert sie sich um ihn und erspart ihm ein Leben in der Psychiatrie. Eine Lebensgeschichte und Aussagen dieser Pionierin liegen leider nicht vor.
2.3 Blindenpädagogik
Es gibt immer Generationenketten. Was in einer Generation begonnen wird, wirkt in der nächsten und übernächsten weiter.
1784 gründet Valentin Haüy das Institut National des Jeunes Aveugles in Paris – die erste Blindenschule der Welt. Dr. John Dix Fisher, Boston, Massachusetts, besucht nach dem Ende seines Medizinstudiums etwa 1826/27 diese Schule und will sofort in Boston eine ähnliche Einrichtung gründen. 1829 ist es soweit: Das New England Asylum for the Blind entsteht, weil der Kaufmann T.H. Perkins einige seiner Privaträume zur Verfügung stellt. Erster Direktor wird Dr. Samuel Gridley Howe, ein Studienkollege von Fisher. Bald sind die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichend. Ein eigenes Gebäude wird notwendig. Howe entwirft Konzepte multisensorischer Erziehung und Perkins stiftet das Gebäude. Bis heute ist die erste Blindenschule der USA in Waterford, Massachusetts, bekannt als Perkins School for the Blind.
Schülerin dieser Schule wird Laura Bridgman (1829 – 1889), aus ärmsten Verhältnissen, taubblind und erstes Kind mit dieser doppelten Beeinträchtigung, das eine formale Schulbildung erhält. Bridgman wird später Handarbeitslehrerin an ihrer früheren Schule. Viele der blinden Schülerinnen und Schüler lieben sie sehr. Um mit ihr kommunizieren zu können, lernen sie das Fingeralphabet. Eine dieser Schülerinnen ist Ann Sullivan, später Ann Sullivan Macy, ebenfalls aus ärmsten Verhältnissen. Die Eltern Keller in Alabama engagieren Ann Sullivan als Absolventin der Perkins-Schule für ihre Tochter Helen. Die später berühmte Helen Keller schreibt ein berührendes Buch über ihre Lehrerin und den glücklichen Moment, in dem sie versteht, dass das Fingeralphabet ihr die Welt des Begreifens und der Systematisierung eröffnet. Helen Keller weiß und betont ihr Leben lang, dass sie dieser Lehrerin die Entwicklung ihrer Möglichkeiten verdankt (Keller 1995).
So ist das mit dem Anfängergeist. Man braucht ihn immer.
3. Dreimal Mensch und Kultur
Das ist die große Frage: Welche Kräfte, welche Potentiale, welche Bedürfnisse lassen den Menschen „Kultur“ machen? Cultura, Sesshaftigkeit mit Ackerbau und Viehzucht, mit Sprache und Schrift, mit Austausch und Kommunikation, mit Bewegung und Tanz, mit Masken, Malereien und Musik. Welche Kräfte, welche Potentiale und welche Vorstellungen wirken zusammen, damit Menschen die Situationen und Gegenstände des Alltags besonders und bedeutsam machen? Welche Kräfte lassen den Menschen aus den akustischen Elementen der Natur musikalische Rhythmen bilden und aus den verschiedenen Tonhöhen der Tier- und Menschenlaute Melodien? Viele Fragen, viele Antworten. Darwin ist bei wissenschaftsorientierten Menschen immer dabei.
Warum macht und braucht der Mensch Kultur? Soviele Autoren, soviele Antworten. Drei von ihnen: Daniel Stern (1934 – 2012), Ellen Dissanayake und Antonio Damasio (geb. 1944).
Daniel N. Stern, Säuglingsforscher und Psychoanalytiker befasst sich u.a. mit der Entwicklung des Selbst und im Rahmen seiner empirischen Forschungen und Beobachtungen mit den Formen der Vitalität. Diese beschreibt und systematisiert er – und er zeigt die Übereinstimmung der Vitalitätsformen mit den Dynamiken der Künste.
Ellen Dissanayake schaut als freie Wissenschaftlerin, als Anthropologien und Ethologin mit einem ausdrücklich darwinistischen, adaptionistischen Blick auf die Entwicklung der Kunst in der Entwicklung der Menschheit. Sie schaut auf die frühen Mutter-Kind-Kommunikationsformen und zeigt die Übereinstimmung der Kommunikationsprinzipien mit den Arbeitsweisen der Künste und die Notwendigkeit der Künste für den Zusammenhalt der Gesellschaften.
Antonio Damasio geb. 1944 in Lissabon, Professor für Neurowissenschaften, Neurologie und Psychologie, mit seiner Frau Hanna zusammen Gründer des Instituts Brain and Creativity, befasst sich seit Langem mit dem Verhältnis von Gefühl, Emotion und Vernunft. Er zeigt, dass Gefühl und Emotion keine „Eindringlinge im Reich der Vernunft“ sind, sondern dass die neuronalen Netze Kognition – Emotion – Gefühl untrennbar verbunden sind. Der Beitrag der Künste zum Erwerb sozialen Verhaltens ist für ihn unverzichtbar.
3.1 Daniel Stern: Dynamische Vitalitätsformen und die Künste
Daniel Norman Stern, hat sich viele Jahre mit den Dynamiken der inneren und äußeren Bewegungen des Säuglings befasst. Das WIE der Bewegungen der Lebensvollzüge führt zur Musik. Die Art der Dynamiken der Bewegungen, benennt Stern im Laufe der Jahre leicht unterschiedlich, bleibt dann aber bei „dynamische Vitalitätsformen: „Der entscheidende Grund für diese terminologischen Abweichungen ist die Schwierigkeit, Dynamik präzise zu bezeichnen, denn man trifft das, was man sagen will, nie ganz genau… In diesem Buch fasse ich all diese Termini unter dem umfassenden Begriff `dynamische Vitalitätsformen` zusammen.“ Das Zitat stammt aus dem Werk „Ausdrucksformen der Vitalität“, das den Blick auf die Vitalitätsformen mit dem auf die Künste verbindet (Stern 2011, 11). Im Übrigen mag ich dieses Zitat: Endlich einmal spricht jemand von der Mühe des passenden Begriffs!
Die Verläufe dynamischer Vitalitätsformen beschreibt Stern über eine Liste von Partizipien und Adjektiven, die nicht einen konkreten Inhalt, sondern die Art und Weise eines Prozesses benennen. Ich zitiere die ersten fünf Zeilen:
Explodierend aufwallend akzelerierend
Anschwellend aufberstend verblassend
Lang gezogen verschwindend flüchtig
energisch kraftvoll schwach
ansteigend pulsierend zögerlich (Stern 2011, 17)
Für diese ersten fünf Zeilen habe ich mögliche entsprechende musikalische Vortragsbezeichnungen herausgesucht:
subito fortissimo ondeggiante accelerando
effervescente scoppiante, impetuoso smorzando,
portato morendo, al niente fugace, volubile
energico vigoroso, con forza languendo
ascendente pulsante slentando, ritenente
Der Weg zur Feststellung der Übereinstimmung der dynamischen Vitalitätsformen mit den Bewegungen der Musik ist also nicht weit. Die Zusammenfassung bietet Stern selbst: „Die zeitgestützten Künste, nämlich die Musik, der Tanz, das Theater und Kinde berühren uns, weil ihre Vitalitätsäußerungen in uns selbst einen Widerhall finden“ (ebd., 12)
Die Musik, so könnte man also locker sagen, ist in ihren Dynamiken genau wie Du und Ich. Sie ist das Innen im Außen. Wir können also gar nicht anders, als mit dem in Resonanz gehen, was wir schon sind.
3.2 Ellen Dissanayake: Homo Aestheticus oder die Dinge besonders machen
Ellen Dissanayake ist freie Wissenschaftlerin, Affiliate Professor an der University of Washington, Seattle und war anlässlich von Europa InTakt 2010 auch Gastdozentin in Dortmund. Ihr Lebensthema ist die Frage Where Art Comes From and Why (Dissanayake 1995) Nur eine ihrer vielen ansonsten englischsprachigen Veröffentlichungen ist in Deutsch erschienen: Kunst als menschliche Universalie. Eine adaptionistische Betrachtung. (Dissanayake 2006)
Dissanayakes Gedankengang: Artifizierung, d.h. der Prozess, die Dinge des Alltags „besonders“ zu machen (making special), rührt als grundlegende menschliche Möglichkeit aus einem Verhalten her, das auch biologisch-verhaltensmäßig einen Vorteil hat. Das will etwas erläutert werden.
3.2.1 Artifizierung oder „Zu etwas Besonderem machen“.
Den Begriff Artifizierung hat Ellen Dissanayake maßgeblich geprägt. Er ist im Grunde nicht übersetzbar – nur erklärbar. Die Erklärung: In jeder bis heute erforschten Gesellschaft und zu allen erforschten Zeiten wurde und wird Alltägliches – z.B. Gegenstände, Materialien, Bewegungen, Geräusche, Wörter, usw. – in etwas Nichtalltägliches verwandelt. Diese Umwandlung geschieht durch das Überschreiten des Üblichen oder Gebräuchlichen. „Im Tanz werden z.B. normale Körperbewegungen des täglichen Lebens übertrieben, betont, wiederholt und zu Bewegungsmustern verdichtet (…) im Gesang bringt man die prosodischen Merkmale stimmlicher Äußerungen in feste Intervallmuster und harmonische Maße, übertreibt sie durch lang gezogene Vokale und hebt sie in dynamischer Weise hervor; in den bildenden Künsten bearbeitet man alltägliche Materialien mit Farben und Mustern (…); Geschichten erhalten eine Form und Bedeutung, die über die bloßen Tatsachen, dass sie berichten, weit hinausgehen. Diese Handlungen des Hervorhebens, Wiederholens, Übertreibens, der Musterbildung, Formalisierung oder des Hinzufügens von Lebendigkeit durch Farbe und dynamische Veränderungen kann man als verschiedene Weisen der Artifizierung bezeichnen, als ästhetische Handlungen“ (Dissanayake ebd. 271 ff) Die Hypothese: Es ist ein universelles menschliches Verhalten, ästhetische Handlungen auszuführen, also künstlerisch-kreativ tätig zu sein, Neues und Besonderes und Kunst zu schaffen. Wie erklärt sich der Weg dahin? Wie erklären sich die Anlässe?
3.2.2 Ästhetische Prädisposition
Dissanayake schaut zunächst auf den zentralen Aspekt, der das Überleben einer Gesellschaft sichert – auf den Nachwuchs. Das Säugetier Mensch musste besondere Verhaltensweisen gegenüber seinem lange extrem hilflosen Nachwuchs entwickeln, Verhaltensweisen, die zum Einen biologisches Wohlergehen und Aufwachsen ermöglichen und zum Anderen lebenslang stärkende Gefühle von Bindung und Zusammenhalt erzeugen. Was also machen Erwachsene, wenn sie mit Säuglingen in Kommunikation treten? (Die Säuglingsforschung weiß, dass Säuglinge und Kleinkindern ohne hinreichend Kontakte und Kommunikation krank werden und sterben, vgl. Spitz 1996). Übereinstimmend zeigt sich ein „multimodales“ Verhaltensrepertoire, bestehend aus Berührung, Körpersprache, Gestik, Mimik und Stimme. Die Systematisierung dieses Verhaltensrepertoires zeigt die Elemente Wiederholung, Formalisierung = Musterbildung oder Vereinfachung, dynamische Variation, Übertreibung und Überraschung. Auch die aktuelle Säuglingsforschung nennt diese Verhaltensweisen proto- oder prä-ästhetisch (u.a. Papoušek 1994). Diese prä-ästhetischen Verhaltensweisen haben sich über Zeiträume von hunderttausenden von Jahren als notwendig und zweckmäßig erwiesen, sie sind zur psychobiologischen Natur des Menschen geworden.
3.2.3 Ritual und Zusammenhalt
Säuglinge und Kleinkinder werden also mit Hilfe proto-ästhetischer Verhaltensweisen bzw. -strukturen groß und wachsen in die Gesellschaft hinein. Bei verschiedenen Gelegenheiten erleben sie die Verhaltensweisen und Strukturen wieder – im Alltag und in der besonderen Situation, im Ritual. Was in der besonderen Situation, im Ritual erlebt und/oder auch gestaltet wird, ist die Fortsetzung von bereits Bekanntem: Formalisierung, Wiederholung, dynamische Variation, Übertreibung, Überraschung und allmählich auch der Elaboration, gemeint ist die zunehmend verfeinerte Ausdrucks- und Gestaltungsweise. Das Ritual dient von der Frühzeit des Menschen bis heute Überlebens-Zwecken: Es stimmt Gehirn- und Körperzustände aufeinander ab, verbindet die Mitglieder einer Gruppe emotional für ein gemeinsames Ziel und reduziert die existenzielle Angst der Individuen. Das Ritual gilt in den Kunst- und Kulturwissenschaften als Grundlage der Künste.
3.2.4 Die Künste und die Befriedigung psychologischer Bedürfnisse
Die künstlerisch-kreativen Handlungen in den oben genannten Formen befriedigen in den frühen und auch in den gegenwärtigen Gesellschaften elementare Bedürfnisse: · Gegenseitigkeit – Mutuality: Die Erfahrung zwischenmenschliche Kommunikation, wie sie in den protoästhetischen Austauschformen im Säuglingsalter erlebt wird, eröffnet und prägt ein Leben lang die Kommunikation mit anderen. · Zugehörigkeit – Belonging: Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe/Familie ist ein zentrales Bedürfnis des Menschen. Es verwirklicht sich u.a. gemeinsamen Aktivitätenin Ritualen, denen grundlegend künstlerische Elemente innewohnen (s.o.).· Bedeutung – Meaning: Die Künste regen an, eigene Erfahrungen in Worte zu fassen, die Erfahrungen anderer zu teilen und neue Perspektiven zu gewinnen. Die Künste – seien es eigene Werke oder die Werke anderer – tragen dazu bei, ein Gefühl für den Sinnhaftigkeit im Leben zu entwickeln.· Tätigkeit – „Hands -on“ Competence: Es gibt eine normale und notwendige Freude am Machen – zur Befriedigung der Alltagsbedürfnisse – und darüber hinaus. Die aktive Auseinandersetzung mit den Künsten – handwerklich, körperlich und geistig – erzeugt das Bewusstsein der eigenen praktischen Kompetenz. Mit Händen, Körper und Geist etwas erschaffen, das zuvor noch nicht existierte, ist Teil des Lebens.· Zeigen, was wichtig ist – Elaboration : Mit künstlerischen Mitteln sich selbst und anderen zeigen, dass einem etwas am Herzen liegt.
Zusammenfassend gesagt: Dem zum Überleben notwendigen Verhalten der Gattung Homo wohnt eine Verhaltensstruktur inne, die, vom „Kleinen“ in das „Große“, vom Kontakt mit dem Säugling bis in den Alltag und das Ritual wirkt. Dissanayake: „Ich gehe deshalb davon aus, dass Kunst – wie Sprache oder Werkzeugherstellung – eine dem Menschen eigene psychobiologische Fähigkeit ist, evolvierter Bestandteil der menschlichen Natur, der unter einigen Aspekten lernunabhängig ist, also spontan auftritt, und in anderer Hinsicht latent in jedem Menschen vorhanden ist“ (Dissanayake 2006:208). Dieses latente Vorhandensein braucht Aufmerksamkeit, Unterstützung, Bestätigung, Förderung – Kulturelle Bildung eben.
3.3 Hanna und Antonio Damasio
Dissanayake hat mehrfach den sozial-emotionalen Nutzen der „Artifikation“ angesprochen: Der Neurowissenschaftler Antonio Damasio tut dies vertiefend mit seinem Blick auf Gehirn, Körper und das Verhältnis Kognition – Emotion.
Antonio Damasio (geb. 1944) ist portugiesisch-amerikanischer Neurowissenschaftler, er befasst sich u.a. mit den neuronalen Strukturen des Gehirns unter dem Gesichtspunkt von Sprache, Emotion und Kognition. Bekannt wurde er durch die Bücher Descartes` Irrtum (Damasio 1995) und Ich fühle, also bin ich (Damasio 2000), in denen er zeigt, wie Verstand und Gefühl untrennbar miteinander verbunden sind. Seine Frau Hanna ist ebenfalls Neurowissenschaftlerin. In der Fachwelt bekannt ist sie für ihren Atlas der Neuroanatomie „Human Brain Anatomy in Computerized Images“ (Damasio, H. 2000). Die beiden haben 2006 im Rahmen der UNESCO Conference on Arts and Education in Lissabon den Vortrag „Brain, Arts and Education“ gehalten, dessen wesentliche Aussagen ich darstelle. Der ganze Vortrag ist im Internet zu finden.
Hanna und Antonio Damasio: Brain, Art and Education
- Kognition und Emotion sind generell keine Gegensätze, im Gehirn geschehen alle Prozesse gleichzeitig und integriert.
- Allerdings: Die kognitiven Bereiche im Gehirn arbeiten in der gegenwärtigen Gesellschaft mit überbordender kognitiver Information immer schneller und schneller, aber die emotionalen – archaischen – Bereiche arbeiten in den „alten“ Geschwindigkeiten.
- Moralisches, soziales und gesellschaftsbezogenes Verhalten basiert auf emotionalem Verhalten.
- Kinder und Erwachsene mit beschädigter Verbindung von Emotion und Kognition machen sich ihre eigenen Regeln, die mit den Regeln des sozialen Miteinanders meist nicht übereinstimmen.
- Die Künste sind Ausdruck der nichtsprachlichen und emotionalen Seite des Lebens.
- Über die Künste, insbesondere über die Musik, wird soziales Leben erlebt: „und realisiert, ganz ohne Belehrung, dass Musik zwar im Grunde abstrakt, aber voller Darstellungen von Emotionen, Konflikten, Konfliktlösungen und kooperativen Handlungen ist“ „ and realize, without any preaching, that music, while fundamentally abstract is filled with depictions of emotions, conflicts, resolution of conflicts, and acts of cooperation.“
- Naturwissenschaftlich orientierte, kognitive Erziehung ist für die zukünftigen Gesellschaften unerlässlich. Aber:
- „Die Künste und Geisteswissenschaften in den neuen Lehrplänen außer Acht zu lassen, kommt einem soziokulturellen Selbstmord gleich.“ „To forget the arts and humanities in the new curricula is equivalent to sociocultural suicide“.
Ein schöner und zusammenfassender Artikel von Damasio ist auch “ Das Leuchten der Neuronen. Wo entstehen Gefühle und was leisten sie?“ (2013), sehr empfehlenswert.
Alle drei Ansätzen schauen auf den Körper in Verbindung mit Emotionen. Alle drei Ansätze verstehen Körper und Emotion als zusammengehörig und verbinden dieses Zusammengehören mit dem Entstehen und der Notwendigkeit der Kultur. Jede Argumentation alleine genügt als Ausgangspunkt einer Begründungskette für Kulturelle Bildung. Sie haben die Wahl.
4. Dreimal Kulturelle Bildung, Musik und Inklusion
Der Beitrag kultureller Bildung zu Individualität einerseits und Gesellschaft andererseits, der Beitrag kultureller Bildung zu Kultur und Demokratie ist so unbestritten, dass die Politik seit Langem dieses Feld auf unterschiedlichen Ebenen fördert.
Natürlich gibt es im Kontext Musik und Inklusion spezielle Themen: Die Vielfalt der Beeinträchtigungen verlangt vielfältige Reaktionen. Nicht jede Institution, nicht jede Pädagogin und nicht jeder Künstler kann alles. Eine junge Sängerin im Rollstuhl braucht etwas anderes als ein blinder Maler, ein gehörloser Tänzer braucht etwas anderes als eine Musikerin mit Downsyndrom. Kultur und Inklusion ist ein heterogenes Feld in sich – mit notwendigen Spezialisierungen.
Gemeinsam sind dem Thema Musik und Inklusion die Barrieren, verschieden sind die Lösungen. Die Barrieren „drinnen“, die Barrieren im Kopf sind die eine Sache. Ich selbst habe erlebt, dass der Vater eines gehörlosen Mädchens den Cello-Unterricht im Kontext von Jeki untersagt hat. Das war sehr schade! Barrieren bestehen auch im Kopf von Pädagoginnen und Pädagogen, die nicht an die musikalischen Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern mit Behinderung glauben und deshalb Angebote und Hinweise unterlassen. Oder auch im Kopf von manchen Ärzten. „Mit den Behinderten, da kann man nichts machen“, dieser Satz eines Arztes ist mir im Ohr. Oder im Kopf von manchen Musikschulleitern: „Für Behinderte sind wir nicht zuständig.“ Barrieren bestehen nicht zuletzt in den Köpfen Verantwortlicher von Ausbildungsinstitutionen, für die das Thema Inklusion irrelevant, unbekannt oder eben ein unsicheres Terrain ist.
Die Barrieren „draußen“, Barrieren wie Fahrgelegenheiten, Treppen, Türen, Pflaster und Bordkanten kommen sind mit Geld zu überwinden. Wie aber können die inneren und kulturellen Barrieren überwunden werden? Am besten durch tolle Beispiele. Mit ehrlichen Berichten über die Mühen der Ebene. Mit Anfängergeist.
Als Beleg für den Anfängergeist wieder eine Generationenkette. Generationenketten zeigen die Wirksamkeit und das Kontinuum einer Idee. Mittlerweile könnte man im Kontext Musik und Inklusion zahllose solcher Ketten machen: die vier Lehrstühle, die in den 1970er und 1980er Jahren zum Thema Musik und Menschen mit Behinderung gab, haben alle ihre Generationenketten hervorgebracht. Weil sie mir aus verschiedenen Gründen nahe liegt, „nehme“ ich nun diese Kette: Werner Probst, Claudia Schmidt, Betina Seegers-Diez. Es gäbe hunderte anderer Ketten, kein Zweifel.
4.1 Werner Probst
Werner Probst (1925 – 2007) Den Krieg hat Werner Probst noch als junger Flieger miterlebt, seit damals konnte er Militärmusik nicht leiden. Aber Musik und die Vermittlung von Instrumentalspiel war sein Lebensthema. Er war Gründer und Leiter der Musikschule Bochum und später bis 1989 Inhaber des Lehrstuhls Musik in der Sonderpädagogik in Dortmund. Der Modellversuch Instrumentalspiel mit Behinderten und der Berufsbegleitende Lehrgang Instrumentalspiel mit Menschen mit Behinderung an Musikschulen BLIMBAM – das sind seine nachhaltigen äußere Impulse. Alle, die ihn kannten, schätzten seine unprätentiöse Art, seinen Humor und auch seine liebenswert-chaotische Art, die uns immer wieder seinen Schlüsselbund suchen ließen. (Ich war seine Assistentin und spätere Mitarbeiterin am Lehrstuhl). Für Generationen von Studierenden war er der „Vatta“. Mit Sicherheit war es die Mischung aus kulturpolitischem Willen, musikalischer Ernsthaftigkeit und persönlicher Leichtigkeit, die den Modellversuch und das, was ihm folgte, so nachhaltig machte. Die Verankerung von Inklusion im Verband deutscher Musikschulen ist nicht mehr umkehrbar – denn zu viele Engagierte aus den folgenden Generationen sind jetzt unterwegs.
Mehr zum Aktuellen aus den Musikschulen heute unter https://www.musikschulen.de/projekte/inklusion/index.html
4.2 Claudia Schmidt
Nach einer von Musik geprägten Kindheit studiert Claudia Schmidt Musik, und zwar als Unterrichtsfach im Lehramtsstudiengang Sonderpädagogik in Dortmund. Dozent: Werner Probst. Nach dem Ersten Staatsexamen führt der Weg aber nicht in die Schule, sondern letztlich in die Musikschule Bochum. Da ging es los mit der Inklusion: Aus der „Notenband“ wurde ab 1998 bald die Bigband Just fun, in der alle, mit oder ohne Behinderung, freiwillig dabei waren. Und so zu einem stabilen Ensemble zusammenwuchsen, das bis heute existiert und zwischen Jazzclub und Bundespräsident auftritt. 2010 – 2013 war Claudia Schmidt musikalisch-federführend am Dortmunder Modell Musik beteiligt – und ab da gibt es immer wieder Neues, piano plus zum Beispiel oder das Tanzorchester Paschulke. Lehraufträge an Hochschulen gehören heute genauso zu ihr wie die Co-Leitung des Lehrgangs BLIMBAM und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen. Organisatorische Heimat für viele Aktivitäten ist mittlerweile der Verein gesamtkunstwerk e.V., der 2008 gegründet wurde. https://www.gesamtkunstwerk-ev.de/
Mit dem Förderpreis InTakt 2012 wurde Claudia Schmidt doppelt ausgezeichnet – zum Einen für ihre musikalische Konzeptarbeit und zum Anderen für ihre Ensemblearbeit, die so unglaublich Vieles hat entstehen lassen. Zum Beispiel das Dortmunder Inklusive Soundfestival DIS, das in diesem Jahr 2026 zum zehnten Mal stattfindet. https://www.gesamtkunstwerk-ev.de/dis
4.3 Betina Seegers-Diez
Viele kennen die Outlet-City samt Hugo Boss in Metzingen, unweit von Reutlingen und 30 Minuten von Stuttgart entfernt. Ich kannte Metzingen bislang nur vom Hörensagen als „irgendwie“ schwäbischen Ort, bis ich beim 80. Geburtstag von Liese Braun, Professorin im Unruhestand in Esslingen, Betina Seegers-Diez traf. Da lernte ich allerhand über die Musikschule Metzingen, die es als Institution sträflicherweise selbst nicht in den Wikipedia-Eintrag von Metzingen geschafft hat. 1969 wurde sie gegründet, 55 Jahre später ist die Musikschule eine Musikschule für Alle. Daran hat ihre langjährige stellvertretende Leiterin Betina Seeger-Diez einen nicht geringen Anteil. Seeger-Diez ist Flötistin. Bis zum Übergang in den Ruhestand am 1. April 2026 war sie Lehrerin an der Musikschule Metzingen, lange Jahre Stellvertretende Schulleiterin – und Inklusionsbeauftragte. Vor Jahren hat sie am BLIMBAM-Kurs des VdM teilgenommen und von da war Inklusion ihr Herzensthema. Insofern ist sie die dritte Generation der InklusionsmacherInnen Sie war Fachbereichsleiterin in den Bereichen Querflöte, Blockflöte und Behindertenarbeit, später auch für den Elementarbereich. 2013 gründete sie das Ensemble Flauto Granate und kümmerte sich permanent um die Öffnung der Musikschule für Alle. Heute ist die Musikschule Metzingen eine repräsentative Musikschule für Inklusion. Mehr unter https://www.musikschule-metzingen.de/ und https://www.musikschule-metzingen.de/inklusion
5. Drei mal Drei mal Drei: Ein kurzes Fazit
Wiegesagt, im Umgang mit Wissen und in der Vermittlung von Wissen baut heute jede und jeder ein eigenes Mosaik: Das geht gar nicht anders. Mein Musik-und-Inklusion-und kulturelle-Bildung-Mosaik hat drei Beispiele für die Bildung von Kindern mit Behinderung, drei für die Theorien zu Entstehen und Bedeutung von Kultur und drei für musikkulturelle Vermittlung. Ein kleiner Ausschnitt aus der Vielfalt der Wirklichkeiten.
Sollten Sie eine Argumentationskette brauchen: So ein Mosaik ist auch nur eine andere Form der Gliederung. Drei mal Drei mal Drei ist eine brauchbare Struktur, mehr Punkte brauchen Sie meist nicht für eine gute Argumentation. Das „Lesen“ dieses Mosaiks hat nur eine Regel: Damit es stimmig wird, muss aus jeder Spalte ein Feld vorkommen.
| Mensch und Kultur | Mensch und Bildung | Musikalisch-kulturelle Bildung |
| Mensch und Kultur | Mensch und Bildung | Musikalisch-kulturelle Bildung |
| Mensch und Kultur | Mensch und Bildung | Musikalisch-kulturelle Bildung |
Vielleicht machen Sie mit Ihren eigenen Interessen und Beispielen Ihr persönliches Mosaik? Ich wünsche Ihnen jedenfalls den Anfängergeist, an dem Sie selbst Freude haben.
6. Literatur
BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung (2015) Richtlinie zur förderung von Forschungsvorhaben zur kulturellen Bildung vom 27.10. 2015 https://www.bundesanzeiger.de/pub/de/suchergebnis?2 Zuletzt 21.08.2026 und
BMBFSFJ Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend Förderrichtlinie 2023 – 2027 (2021) Förderprogramm Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung. https://www.bundesanzeiger.de/pub/de/suchergebnis?2 Zuletzt 21.08.2026
Damasio, Antonio (2000) Ich fühle, also bin ich: Die Entschlüsselung des Bewusstseins. München: List
Damasio, Antonio/Damasio, Hanna (2006): Brain, Art and Education. UNESCO-Conference on Arts and Education 2006 Lisboa. https://www.sjsu.edu/people/kathie.kratochvil/courses/CA177/s0/Brain-Arts-Education-UNESCO-Conference.pdf Zuletzt 21.08.2026
Damasio, Hanna: Human Brain Anatomy in Computerized Images. Oxford University Press, New York 2005 Damasio, Antonio (2013) Das Leuchten der Neuronen. Wo entstehen Gefühle und was leisten sie? In: Kulturaustausch. Magazin für internationale Perspektiven. Hrsg. ifa-Institut für Auslandsbeziehungen mit dem ConBrio-Verlag https://www.kulturaustausch.de/ausgaben/ausgabe-iii-2013/das-leuchten-der-neuronen/ Zuletzt 21.08.2026
Dissanayke, Ellen (1995): Homo aestheticus. Where Art Comes from and Why. Seattle Washington et al.: Univ. of Washington Press.
Dissanayake, Ellen (2006) Kunst als menschliche Universalie. Eine adaptionistische Betrachtung. In: Hejl, Peter M. (Hrsg.) Universalien und Konstruktivismus. Reihe Delfin 2000 Frankfurt: Suhrkamp taschenbuch wissenschaft S. 206 – 234
Hoffmann, Hilmar (1979) Kultur für alle. Perspektiven und Modelle Frankfurt am Main: S. Fischer
Fuchs, Max (2026) Prof. Dr. Max Fuchs. Homepage https://max-fuchs.org/ Zuletzt 21.08.2026
gesamtkunstwerk e.V. https://www.gesamtkunstwerk-ev.de/ Zuletzt 21.08.2026
Keller, Helen (1995) Teacher. Meine Lehrerin Anne Sullivan Macy. Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben
kubi online Themenfeld: Inklusion. https://www.kubi-online.de/themenfeld/inklusion zuletzt 1.08.2026
Musikschule Metzingen https://www.musikschule-metzingen.de/ und https://www.musikschule-metzingen.de/inklusion zuletzt 21.08.2026
Pedro Ponce de Leon: https://www.britannica.com/biography/Pedro-Ponce-de-Leon zuletzt 21.08.2026
Malson, Lucien, Jean Itard u. Octave Mannoni (1972) Die wilden Kinder. Frankfurt a.M. Suhrkamp
Suzuki, Shunryu (1988) Zen-Geist, Anfänger-Geist. Zürich: Theseus-Verlag
VdM Verband deutscher Musikschulen https://www.musikschulen.de/projekte/inklusion/index.html zuletzt 21.08.2026
