Verein

InTakt e.V.

Musik und Inklusion

Zum Verein

Im Jahr 1994 wurde der Verein InTakt e.V. als Verein Klangbrücke e.V. gegründet. Vereinszweck ist die Förderung, Integration und Inklusion von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und allen Menschen mit Behinderung durch Kunst und Kultur, insbesondere durch Musik.

In den Jahren 1994 bis 1998 bot der Verein Musik-Förderstunden für Kinder mit Behinderung im Dortmunder Raum an. Ab 1998 verlagerten sich die Aktivitäten. Der Verein begann mit der Unterstützung und Durchführung von  Veranstaltungen mit dem Titel „InTakt“. Hier wurden zum einen Auftrittsmöglichkeiten und damit Öffentlichkeit für Bands geschaffen, in denen Menschen mit Behinderung mitspielen. Zum anderen wurden Weiterbildungsveranstaltungen für interessierte Pädagoginnen und Pädagogen angeboten, die mit Menschen mit Behinderung verstärkt im musikalischen Bereich arbeiten wollten.

Im Jahr 2003 wurde anlässlich des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen ein neues Veranstaltungsformat aufgelegt. Die Module der viertägigen Veranstaltung „Europa InTakt“ bestanden aus musikalisch orientierten, aber auch künstlerisch interdisziplinär angelegten Workshops, in denen Menschen mit Behinderung gemeinsam mit Pädagoginnen und Pädagogen an künstlerischen Themen arbeiteten. Aus 7 Ländern Europas kamen integrativ oder auch bereits inklusiv arbeitende Musikgruppen zusammen, lösten sich für die Workshops auf und mischten sich neu, um in international gemischten und in „mixed abled“ Gruppen zu arbeiteten und in einem Abschlusskonzert die Workshopergebnisse zu präsentieren.

Die Versicherung „Continentale“ und die TU Dortmund unterstützten diese Veranstaltungen in großzügiger Weise.

In den Jahren 2005 und 2007 wurde „Europa InTakt“ erneut durchgeführt. Im Jahr 2010 war „Europa InTakt“ als „Europa InTakt.2010“ ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. Der Verein führte – gefördert vom Lions Hilfswerk Soziale Dimension Essen – die inklusive Konzertreihe „Konzerte der Sonderklasse“ durch, die ein breites Publikum erreichte. Die Gesamt-Veranstaltung Europa InTakt.2010 wurde von nmz media, Regensburg, dokumentiert; der Film ist im Internet in vier Abschnitten zu sehen: 

http://www.nmz.de/media/video/europa-intakt-teil-1,

http://www.nmz.de/media/video/europa-intakt-teil-2

http://www.nmz.de/media/video/europa-intakt-teil-3

http://www.nmz.de/media/video/europa-intakt-teil-4

Da der Begriff InTakt ab 2003 immer mehr zu einem „Markenzeichen“ für musikalische Arbeit im Sinne von Kultur und Inklusion wurde, änderte der Verein Klangbrücke e.V. schließlich im Jahr 2010 seinen Namen in InTakt e.V.

 

Vereinsvorstand

Erste Vorsitzende des Vereins InTakt e.V. ist Univ.-Prof. Dr. Irmgard Merkt, ehemals Lehrstuhl Musik in der Fakultät Rehabilitationswissenschaften der TU Dortmund. Kontakt: irmgard.merkt@tu-dortmund.de

Zweiter Vorsitzender des Vereins InTakt e.V. ist Univ.Prof. Dr. Eberhard Becker, ehemals Rektor der TU Dortmund.

Gegenwärtige Aktivitäten

Projekt Erstellung eines Konzeptes für ein Dialog- und Fachforum Kulturelle Inklusion

 

Bereitstellung der Mittel: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Laufzeit: 22.10.2014 – 31.01.2015

Kurzbeschreibung :

Der gesellschaftliche Auftrag der UN-Behindertenrechtskonvention in Bezug auf die Entwicklung und Nutzung des kreativen, künstlerischen und intellektuellen Potentials von Menschen mit Behinderung wird in kulturellen und kulturpädagogischen Kontexten in unterschiedlicher Weise diskutiert, aufgegriffen und gestaltet. Die föderale Struktur der Bundesrepublik hat bislang in Quantität und Qualität hoch unterschiedliche Ergebnisse im Kontext Kultureller Bildung, künstlerischer Produktion und der Beteiligung von Menschen mit Behinderung entstehen lassen.

Ein Gutachten der Kulturpolitischen Gesellschaft hat sich im Frühjahr 2014 für die Einrichtung eines bundesweiten Netzwerkes im Bereich Kultur und Inklusion ausgesprochen. Der Antrag des Vereins InTakt e.V. bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Erstellung eines Konzeptes für ein Dialog- und Fachforum Kulturelle Inklusion  wurde im Herbst 2014 bewilligt.

Mit Ende der Projektlaufzeit wird der Verein InTakt e.V. an die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien einen Antrag auf Einrichtung und Etablierung eines bundesweiten Netzwerkes Kultur und Inklusion stellen. Im Rahmen eines Roundtables  im Dezember 2014 in Dortmund mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der ganzen Bundesrepublik, die verschiedene künstlerische Disziplinen und Berufsfelder repräsentieren, wurden zentrale Themen der zukünftigen Netzwerkarbeit diskutiert und erarbeitet.

Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Irmgard Merkt

Mitarbeit: Dipl.Päd. Lis Marie Diehl

 

Durchgeführte Projekte

Displace Marilyn Monroe

Musiktheater

Displace Marilyn Monroe“ ist eine Produktion von InTakt e.V. in Kooperation mit der TU Dortmund, d.h. dem Dortmunder Modell: Musik. Die Produktion wird gefördert von der Aktion Mensch, der Bezirksregierung Arnsberg, dem Kulturbüro der Dortmund, sowie dem Landesbüro Freie Kulturarbeit NRW e.V., dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der DEW21.

 

Zum Projekt:

 

Als Filmikone hat Marilyn Monroe auch 50 Jahre nach ihrem Tod nichts an Glanz verloren - der Blick auf den Menschen Marilyn Monroe macht allerdings die Zerrissenheit und Widersprüchlichkeit dieser ungewöhnlichen Biografie deutlich. Gerade aufgrund der Diskrepanz zwischen Innen und Außen dient MM als Projektionsfläche für die Auseinandersetzung mit der eigenen Selbst- und Fremdwahrnehmung.

 

Musikalische greift das Stück Filmsongs auf, die von Marilyn Monroe gesungen werden. Welthits wie „Diamond are the girls best friends“ oder „My heart belongs to Daddy“ sind dabei. Das Ensemble „covert“ aber nicht nur, sondern lässt aktuelle Klangwelten entstehen. Die Songtexte werden auch zu inhaltlichen Themen, die in ernsthaften und komischen Dialogen abgehandelt werden.

 

Am 18. März 2014 feierte „Displace Marilyn Monroe“ im ausverkauften Dortmunder Domicil Premiere. Es folgte eine weitere ausverkaufte Vorstellung am 3. Juni 2014. Weitere Gastspiele, u.a. am Schauspiel Dortmund sind derzeit in Planung.

 

Von und mit: Kathrin Eckhoff,Linda Fisahn,Christian Fleck,Milli Häuser,Achim Kämper,Bastian Ostermann, Anna Reizbikh,Christian Schöttelndreier, Alexander Tsitsigias, Laurens Wältken

Konzept & Regie: Christoph Rodatz, Lis Marie Diehl

Aktuell arbeitet das Team an weiteren Musiktheaterprojekten.